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Ist es möglich, den Boden, in dem eine Rebsorte gewachsen ist, im Wein zu schmecken? Sicher ist, dass Bodeneigenschaften den Wuchs der Pflanzen und damit auch die Ernteprodukte beeinflussen. Ton- und Kalkgehalt, Verfügbarkeit von Mikronährstoffen wie Eisen oder Mangan, Durchlässigkeit für Niederschlagswasser, Durchwurzelungstiefe – das alles sind Bodeneigenschaften, die eine Auswirkung auf die Qualität der Trauben haben.

 

Der Begriff «Terroir» bezeichnet den Einfluss der natürlichen lokalen Standortfaktoren Boden, Ausgangsgestein, Hangneigung und Klima auf die spezifischen Eigenschaften einer Rebsorte und damit den Geschmack des daraus gekelterten Weins. Man schmeckt also nicht nur den Boden, sondern auch die Sonnenscheindauer, Trockenphasen, tiefe Nachttemperaturen und die Arbeit des Winzers.

 

Die Gesteine der Churfirsten wurden in der Kreidezeit von 140 bis 65 Millionen Jahren in einem Meer abgelagert (helvetischer Sedimentationstrog). Bei der darauf folgenden Alpenbildung wurden sie Richtung Norden in ihre heutige Lage verschoben. Sie deformierten sich zu einem Bündel von Falten und Schuppen. Dieses Faltenpaket baute in seinem nördlichen Teil den Alpstein mit dem Säntis und Altmann auf. Der südliche Teil bildet die Nordabdachung der Churfirsten und des Alvier.

 

Im Gebiet des Gamserrugg und Chäserrugg sind drei Formationen der Sedimentsgesteine der helvetischen Decke aufgeschlossen: Seewerkalk-, Garschella- und Schrattenkalk-Formationen. Diese Gesteine der Churfirsten wurden in der Kreidezeit in der Region Chur-Tödi im nördlichen Bereich der Tethys (Urmittelmeer) abgelagert.

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